29. November: Organspendetag der IKK Südwest

Auf Herz und Nieren ausgefragt: Bei dem Organspendetag der IKK Südwest konnten Schüler ihre Fragen an Experten richten

Unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie organisierte die IKK Südwest in enger Kooperation mit der Handwerksammer Rheinhessen und der IHK Rheinhessen einen Informationstag über das lebenswichtige Thema

Am 29.11.2016 konnten sich die Schüler der Berufsbildenden Schule 3 Mainz für Wirtschaft auf einen spannenden Tag über das Thema Organspende freuen

Gesundheitsstaatssekretär David Langner war vor Ort und betonte: „Der Großteil der Menschen in Deutschland steht einer Organspende positiv gegenüber, aber nur knapp die Hälfte hat tatsächlich eine persönliche Entscheidung dafür oder dagegen getroffen. Doch nur wer aus dem Leben heraus eine Entscheidung trifft, kann für sich und für andere Verantwortung über das eigene Leben hinaus übernehmen. Veranstaltungen wie heute sind wichtig, um die Bevölkerung aktiv, professionell und zwanglos über die Möglichkeiten und Voraussetzungen der Organspende aufzuklären und die Auseinandersetzung mit der eigenen Spendenbereitschaft zu fördern. Mit der Idee, das Thema direkt in die Schule zu bringen, werden die Schülerinnen und Schüler schon in jungen Jahren an diese bedeutende Entscheidung herangeführt.“

„Es ist ein großes Anliegen der IKK Südwest zu dem lebenswichtigen Thema Aufklärungsarbeit zu leisten und den Schülern auf ungezwungene Weise Informationen mit auf den Weg zu geben“, berichtete IKK Südwest-Geschäftsführer Daniel Schilling. Später sagte er in seiner Rede zu den Schülern: „Wenn wir am heutigen Tag zum Nachdenken oder zu gemeinsamen Gesprächen mit Freunden und der Familie anregen können, dann freut uns das sehr. Wir möchten bei der individuellen Entscheidungsfindung unterstützen."

Hans-Jörg Friese, Präsident der Handwerkskammer Rheinhessen, erklärte den Schülern die Bedeutsamkeit der Thematik: „Organspende ist ein Thema, über das sich jeder und jede intensiv informieren sollten. Denn wir alle können in die Situation geraten, dass wir ein Spenderorgan benötigen oder eines geben könnten.“

Der Hauptgeschäftsführer der IHK für Rheinhessen, Günter Jertz, freute sich über das rege Interesse der Schülerinnen und Schüler: „Aus Unkenntnis der medizinischen Fakten, aufgrund von Berichten über rechtliche Grauzonen wie illegalem Organhandel oder aufgrund ethisch-religiöser Bedenken gibt es eine weit verbreitete Unsicherheit gegenüber der Transplantationsmedizin. Aktionen wie der Organspendetag sind deshalb gut dazu geeignet, schon junge Menschen zum Nachdenken und zur Diskussion über das Thema anzuregen."

Charmant und ehrlich berichteten Ärzte und Betroffene über das Thema Organspende. Dr. Ana Paula Barreiros von der Deutschen Stiftung Organtransplantation erläuterte in ihrem Vortrag das Zusammenspiel von Ärzten, Krankenhäusern und Organisationen sowie das System zur Vergabe gespendeter Organe. Der renommierte Transplantationsmediziner Dr. Christian Mönch erklärte den Schülern den Ablauf einer Organspende aus der Sicht eines Chirurgen.
Ellen Ehrenberg zeigte als herztransplantierte Mutter von zwei Kindern ihr ganz persönliches Schicksal auf und erzählte den Schülern, dass sie dank ihrem Spenderherz nun auch wieder Kampfsport machen kann.

Der Verein Junge Helden e.V. präsentierte sich als moderner und unkomplizierter Ansprechpartner zum Thema Organspende und stellte noch einmal das Motto heraus: „Entscheidend ist die Entscheidung.“

Daniel Schilling freute sich über die positive Resonanz: „Wir haben bei der Themenauswahl bewusst auf die Wertschätzung des Lebens gesetzt und wollten die Thematik für die Schüler aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Das aufmerksam lauschende, junge Publikum und die vielen Fragen im Nachgang haben gezeigt, dass hier Gesprächsbedarf und ein großes Interesse besteht."
Die Informationsstände und Mitmach-Aktionen der Kooperationspartner und der IKK Südwest rundeten das Angebot für die Schüler ab.

Bildunterschrift: Von links: Dr. Christian Mönch (DSO), Ramona Vehabovic (Junge Helden e.V.), Ellen Ehrenberg, Daniel Schilling (Geschäftsführer IKK Südwest), Gerhard Reuther (Schulleiter BBS 3), Staatssekretär David Langner, Günter Jertz (Hauptgeschäftsführer IHK Rheinhessen), Dr. Ana Paula Barreiros (DSO), Hans-Jörg Friese (Präsident HWK Rheinhessen), Roland Engehausen (Vorstand IKK Südwest).


Schirmherrschaft
Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz

Kooperationspartner
Berufsbildende Schule 3 Mainz für Wirtschaft und Verwaltung, Deutsche Stiftung Organtransplantation, Handwerkskammer Rheinhessen, IHK Rheinhessen, Junge Helden e.V., Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V., Universitätsmedizin Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Die IKK Südwest
Aktuell betreut die IKK mehr als 650.000 Versicherte und über 90.000 Betriebe in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Versicherte und Interessenten können auf eine persönliche Betreuung in unseren 19 Geschäftsstellen in der Region vertrauen. Darüber hinaus ist die IKK Südwest an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr über die kostenfreie IKK Service-Hotline 0800/0 119 119 oder www.ikk-suedwest.de zu erreichen.