Studie Fachkräfte
Studie "Fachkräfteentwicklung der Gesundheitswirtschaft in der Rhein-Main-Region"

Ohne strukturelle Veränderungen fehlen der Rhein-Main-Region in den nächsten 20 Jahren möglicherweise bis zu 120.000 Arbeitskräfte in der Gesundheitswirtschaft, vor allem Ärzte, Pflegekräfte und Ingenieure. Zu diesem Ergebnis kommt die im Frühjahr 2011 vorgestellte gemeinsame Studie der Initiative gesundheitswirtschaft rhein-main e.v., der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main und der Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain e.V.
Die größten Fachkräfteengpässe seien im personalintensiven Gesundheits- und Sozialwesen zu erwarten. Hier könnten bis zum Jahr 2030 bis zu 92.000 Fachkräfte fehlen, darunter bis zu 15.000 Akademiker. 28.000 Fachkräfte könnten in der Gesundheitsindustrie fehlen, also im verarbeitenden Gewerbe, dem Handel und den Weiteren Einrichtungen. Hier werden vor allem Ingenieure knapp.
Ob der Fachkräftemangel tatsächlich solch dramatische Ausmaße annimmt, hängt aber auch davon ab, ob die älter werdenden Menschen etwa durch mehr Gesundheitsvorsorge länger gesund bleiben und Ärzte von Verwaltungsarbeit entlastet werden. In einem solchen Falle würden 2020 lediglich 1.000 Ärzte fehlen. Bis 2030 würde dieser Fachkräftemangel jedoch trotz eines optimistischeren Szenarios bis auf ca. 2.500 Mediziner zunehmen. Auch im nichtärztlichen Bereich fehlen in den nächsten 20 Jahren selbst bei optimistischen Annahmen fast 7.500 Vollzeitkräfte.
Autoren der Studie „Fachkräfteentwicklung der Gesundheitswirtschaft in der Rhein-Main-Region“ sind Dr. Dennis A. Ostwald (Geschäftsführer), Wolf-Dieter Perlitz, Martin Weber und Johannes K. Weibl vom Darmstädter Wirtschaftsforschungsinstitut WifOR.
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Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main und der Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain e.V. für die Hilfe bei der Finanzierung dieser Studie.



