Schlaganfall

"Rhein-Main gegen den Schlaganfall"

Bereits heute erleiden in Deutschland jedes Jahr mehr als 200.000 Menschen einen Schlaganfall. Bis 2050 wird die Zahl der Schlaganfälle rund 70 Prozent steigen. Doch nach wie vor erkennen viele Betroffene die ersten Anzeichen nicht oder werden zu spät in eine auf Schlaganfallpatienten spezialisierte Akutklinik eingeliefert. Um das Wissen über die Symptome des Schlaganfalls und die richtige Reaktion im Notfall zu verbessern, hat sich in der Rhein-Main-Region ein starkes Aktionsbündnis zusammen geschlossen: Unter der Schirmherrschaft des Hessischen Sozialministeriums startet im September 2010 eine sechsmonatige Kampagne unter dem Motto „Schlaganfall – ein Notfall“.

„Jeder Schlaganfall ist ein Notfall. Es kommt auf jede Minute und damit auf schnelle und kompetente Hilfe an. Die Hessische Landesregierung hat ein gut funktionierendes Versorgungsnetz von Stroke Units (Schlaganfall Einheiten) für die Akutversorgung aufgebaut, das sich auf ganz Hessen erstreckt“, erklärte Petra Müller-Klepper, Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium. „Gemäß einer Studie an der Johann Wolfgang Goethe Universität sind die Risikofaktoren für den Schlaganfall: Blut-hochdruck, Rauchen und Fettstoffwechsel, sowie Übergewicht mit einem BMI größer 30. Daher engagiert sich die Hessische Landesregierung für Prävention und Gesundheitsförderung. Im Frühjahr dieses Jahres ist das Präventionsprogramm „Ge-sundLeben – GesundBleiben“ aufgelegt worden. Darin sollen präventive Maßnahmen in den drei Lebensphasen Gesund Aufwachsen, Gesund Bleiben und Gesund Altern gefördert werden. Ich freue mich besonders über das Aktionsbündnis „Rhein-Main gegen den Schlaganfall“ und die Unterstützung der vielen Partner. So können wir gemeinsam einen Beitrag dazu leisten, speziell in der Rhein-Main-Region das Wissen über den Schlaganfall und somit auch die Lebensqualität vieler zu verbessern.“

„Schlaganfälle sind eine der häufigsten Todesursachen weltweit und eine der wesentlichen Ursachen für dauerhafte Behinderung und reduzierte Lebensqualität“, erklärte Florian Gerster, Vorsitzender der Initiative gesundheitswirtschaft rhein-main und einer der Initiatoren der Aufklärungsaktion, bei der Pressekonferenz zum Auftakt in Wiesbaden. Ein Schlaganfall kann jeden treffen, ohne Vorwarnung, jederzeit. „Trotzdem unterschätzen viele Menschen immer noch die Gefahr und haben im Notfall Hemmungen, schnell den Notruf 112 zu wählen. Doch nur so haben Betroffene eine Chance, dass wir schlimme Folgen wie schwere Behinderungen verhindern können“, betonte Professor Dr. Helmuth Steinmetz, Mitinitiator der Aktion und Direktor der Klinik für Neurologie des Klinikums der J.W. Goethe-Universität Frankfurt und ebenfalls einer der Initiatoren der Aufklärungsaktion.

Die typischen Symptome eines Schlaganfalls sind plötzliche, meist schmerzlose Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühle oder Sehstörungen. Wer bei Mitmenschen diese Anzeichen erkennt, sollte unverzüglich den Notarzt über die Nummer 112 rufen. Denn für den Betroffenen zählt jede Minute. „Wir können einen Schlaganfall heute in vielen Fällen behandeln, um die Folgen abzumildern. Doch wir wissen auch, dass das Ergebnis umso besser ist, je früher der Patient ein spezialisiertes Krankenhaus erreicht“, so Professor Dr. Gerhard Hamann, Direktor der Klinik für Neurologie der Dr. Horst Schmidt Kliniken, Wiesbaden, und ebenfalls einer der Initiatoren der Aufklärungskampagne.

Die konzertierte Aufklärungsaktion „Rhein-Main gegen den Schlaganfall“ startete mit einer Auftaktpressekonferenz und einer Fachtagung am 1. September 2010 in Wiesbaden. Pünktlich zum Start des Projektes werden Busse und Straßenbahnen mit Plakaten zu den Symptomen eines Schlaganfalls beklebt und rollen sechs Monate lang durch die Region. Im Aktionszeitraum von September 2010 bis Februar 2011 sind vielfältige öffentliche Veranstaltungen in Form von Vorträgen, Filmvorführungen und Telefonaktionen geplant. Die Aufklärung von ausländischen Mitbürgern bzw. Bürgern mit Migrationshintergrund und Jugendlichen ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Kampagne. So sind Informations- und Aufklärungsaktionen an den Gymnasien im Rhein-Main-Gebiet geplant. Ziel ist es, Schüler über Symptome eines Schlaganfalls aufzuklären, damit diese bei einem Schlaganfall, der später sie selbst, aber auch Großeltern und Eltern treffen kann, richtig und schnell handeln.

„Wissen kann Leben retten. Boehringer Ingelheim als forschendem Pharmaunternehmen ist die Aufklärung rund um das Thema Schlaganfall daher seit Jahren ein großes Anliegen und wird in Zusammenarbeit mit regionalen Kliniken, Verbänden und Kommunen gefördert“, betonte Dr. Engelbert Günster, Landesleiter Deutschland der Boehringer Ingelheim Deutschland GmbH, die die Gesundheitskampagne mit initiierte. Birgit Härtle, Science Project Manager bei der Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG, ergänzte: „Wir freuen uns über das Aktionsbündnis und die Unterstützung der vielen Partner. So können wir gemeinsam einen Beitrag dazu leisten, in der Rhein-Main-Region das Wissen über den Schlaganfall und somit auch die Lebensqualität vieler zu verbessern.“

Initiatoren der Aufklärungsaktion „Rhein-Main gegen den Schlaganfall" sind die Initiative gesundheitswirtschaft rhein-main e.v., die HSK, Dr. Horst Schmidt Kliniken, Wiesbaden, das Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main und das forschende Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim. Partner sind: Klinikum Offenbach, Klinikum Hanau, Krankenhaus Nordwest, Klinikum Darmstadt, Klinikum Frankfurt Höchst, Sankt Katharinen-Krankenhaus Frankfurt, Landesärztekammer Hessen, Kassenärztliche Vereinigung Hessen, Landesapothekerkammer Hessen, Hessischer Apothekerverband, HSK Initiative gegen den Schlaganfall, Land Hessen, Rheingau-Taunus-Kreis, DAK Deutsche Angestellten-Krankenkasse, AOK Hessen, Techniker  Krankenkasse, BARMER GEK Krankenkasse, der BKK Bundesverband, Deutsches Rotes Kreuz Hessen, Arbeiter-Samariter-Bund Hessen, Johanniter Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz, Malteser, Presseclub Wiesbaden, Sparda-Bank Hessen, FuP Kommunikations-Management, die Wiesbaden Stiftung, ESWE Verkehrsgesellschaft mbH. Medienpartner der Aktion sind der Wiesbadener Kurier und die Frankfurter Neue Presse.  

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